BIV-Presseinformation03.03.2021

Frühjahrs-Konjunkturumfrage in Deutschland beschäftigungsstärkstem Handwerk

- Gebäudereiniger-Handwerk erwartet 2021 durch Corona mehrheitlich kein Umsatzwachstum

Das in der Pandemie systemrelevante Gebäudereiniger-Handwerk, das mit rund 700.000 MitarbeiterInnen Deutschlands beschäftigungsstärkstes Handwerk darstellt, ist und bleibt von der Pandemie deutlich betroffen. Das unterstreichen die Zahlen der heute veröffentlichten Frühjahrs-Konjunkturumfrage des Bundesinnungsverbands des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV): Zwei Drittel der befragten Unternehmen (65 %) hatten 2020 Umsatzeinbußen, der Großteil der Einbußen liegt in einem Bereich von 1 bis 10 %. Mehr als die Hälfte (52,1 %) musste 2020 zumindest vorübergehend Kurzarbeit einführen. 70 % der befragten Unternehmen erwarten im laufenden Jahr gleichbleibende (35,9 %) bzw. sinkende Umsätze (34,1 %) im Vorjahresvergleich. 24,2 % rechnen mit einem Umsatzwachstum.

Der Ausblick bleibt insgesamt von Vorsicht geprägt: 60,7 % der befragten Unternehmen bezeichnen die Geschäftsprognosen für 2021 als befriedigend, ausreichend, eher schlecht bzw. schlecht (zum Vergleich: Herbstumfrage 10/2020: 55,1 %). 39,3 % erwarten dagegen gute bzw. sehr gute Geschäfte.

"Die Pandemie bringt unserem Handwerk Licht und Schatten", so Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich: "Neben steigender Wertschätzung hat es im Gesundheits- und Pflegebereich, in Schulen und Kitas Extra-Aufträge und erhöhte Intervalle für Reinigung und Desinfektion gegeben. Auf der anderen Seite sind ganze Felder wie Gastgewerbe, Veranstaltungswirtschaft oder Handel weggebrochen und damit Reinigungsaufträge, die nicht kompensiert werden können."

Eine deutliche Mehrheit von 62 % beobachtet den steigenden Trend, dass Kunden pandemiebedingt insgesamt weniger Aufträge bzw. Aufträge mit geringerem Umfang vergeben (zum Vergleich Herbstumfrage 10/2020: 54,8 %).

Weitere Umfrageergebnisse auf einen Blick
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Aktuell haben 38,2 % der befragten Unternehmen Beschäftigte in Kurzarbeit.
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33,7 % haben 2020, zumindest vorübergehend, Beschäftigte entlassen.
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59,4 % planen 2021 bei guter Konjunktur die Wieder- bzw. Neueinstellung von Personal

An der Online-Umfrage haben sich im Zeitraum vom 15. Februar bis 1. März bundesweit rund 450 Unternehmen beteiligt.